Das Leben ist nicht immer Rosa-Rot.

Eigentlich sollte hier ein Reisebericht über Karpathos stehen. Doch heute ist einer dieser Tage an denen Willi Wonkas Schokoladenfabrik gegen den Kummer nicht reichen würde und das obwohl es noch nicht einmal 13:30 Uhr ist!

Der Tag hat, bis auf die Träume die mir verdeutlicht haben, wie sehr die Situation gerade zum kotzen ist, recht gut angefangen. Doch dann bin ich aufgestanden. Nach 2 Tassen Kaffee und einem Girliemovie (Danke an Pro7, an einem Sonntag werde ich wirklich nie enttäuscht) ging es in die Hundezone. Auf dem Weg dorthin wurde viel Lob ausgesprochen, denn Hund war wirklich brav. Auch ein vorbeigehender Rüde an der Leine wurde beinahe komplett ignoriert. Ich war so stolz:) Doch an der Ampel kam alles anders als gedacht.

Gegenüber wurde ein Westhighland White Terrier inkl. Herrchen gesichtet. Sehr zum Missfallen meines schwarzen Hundes. Offenbar können auch Hunde Rassisten sein. Beide Hunde haben sich also schon aus der Ferne nicht riechen können und haben dies durch Knurren verdeutlicht. Vorausschauend wie ich bin, musste mein Hund an der rechten Seite gehen während der weiße Hund links an uns vorbeiging. Mitten auf der Kreuzung zerrten plötzlich beide Hunde zueinander. Aufgrund der unglücklichen Lage, dass ich zwischen dem Fronten stand, hab ich natürlich so gut es ging versucht meinen Hund (mit nach Ausdruckstanz aussehenden Bewegungen) von dort weg zubekommen. Nun ja…mein Hund zischte zwischen meinen Beinen umher. Es wurde fröhlich daraufhin gekläfft bis irgendwann einmal meine Wade zwischen den Zähnen meines Hundes landete. Ich habe mir natürlich nichts anmerken lassen und bin, cool wie ich bin, einfach weitergegangen. Plötzlich höre ich von hinten einen Mann rufen: „Vorsicht“. Ich schaue von meinem Hund auf, bleibe stehen und merke, dass mich beinahe ein Rettungswagen im Einsatz, mitgenommen hätte (und das jetzt nicht wegen meiner Wade).

Ich finde an einer großen Kreuzung wäre es kein Fehler die Sirene einzuschalten um abgelenkten Menschen wie mir ein wenig das Leben zu erleichtern!

Ich also kurz vor dem Auto stehen geblieben, mich für meine Blindheit entschuldigt und lässig hinter dem Auto weitergegangen. Am anderen Ende des Zebrastreifens, spürte ich dann erst die stechenden Schmerzen in meiner Wade. Wut stieg in mir hoch! Eigentlich wollte ich auf der Stelle umdrehen um meinem Hund zu bestrafen. Leider bin ich eine viel zu nette Hundemama und so hab ich noch eine Runde im Park gedreht, um nicht in 1 Stunde erneut hinausgehen zu müssen (SHAME ON ME)! Manchmal ist mein Wohlbefinden einfach wichtiger als die richtige Erziehung!

Zuhause angekommen wurde die Wade ganz vorsichtig begutachtet, um nicht vor lauter Schreck in Ohnmacht zufallen. Zu meinem Erstaunen hat sie nicht mehr davon getragen als einen kleinen blauen Fleck. Mal sehen wie dieser morgen aussieht^^…aber Gott sei Dank ist die „zeige-Bein-Saison“ ja schon vorbei:) Trotzdem schwirrt eine wichtige Frage in meinem Kopf herum…wie schlimm kann dieser Tag noch werden?

Ich werde mich jetzt einfach in Selbstmitleid suhlen, mich in einen Kübel Vanilleeis stürzen, saure Pommes essen, dabei auf der Couch lungern und hoffen, dass dieser Tag bald vorüber geht. Weil auch solche Tage dazugehören!!!

Was sind eure „ich suhle mich in Selbstmitleid“ Rituale wenn ihr mal so einen richtig miesen Tag habt?:)

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