Karpathos – windige Freundlichkeit Teil 1: Strände

Als wir uns für Karpathos entschieden haben, wussten wir eigentlich noch sehr wenig über die Insel. Einzige Fakten: windig, wenig Touristen, freundlich. Das hat uns eigentlich auch schon an Infos gereicht um die Reise gut zu heißen.

Angekommen sind wir um 08:30 Uhr am Flughafen, der irgendwie naja…sehr klein war. Dort hofften wir, dass unser Gepäck mitgekommen ist. Da wir uns leider bei der Abflugzeit verschaut haben, wurde uns netterweise mitgeteilt, dass sie nicht garantieren können, dass unsere Koffer mit dem selben Flieger ankommen. Wenn dann mit dem nächsten Flug…der erst nächste Woche gehen würde. Also waren diese 2 Stunden und 10 Minuten Flugzeit purer Nervenkitzel. Erleichterung am Flughafen, unser Gepäck ist da, JUHUUU. Also gleich einmal raus aus der Halle und Mietauto abholen. Das ging super einfach und die Dame am Schalter war wirklich nett und hat uns alles genau erklärt. Zwecks Tankfüllung und Versicherungsschutz und so. Das Auto war klein und ein wenig verbeult, nachdem wir jedoch die Straßen von Karpathos kennen gelernt haben, wussten wir auch wieso. Wir mussten auch gleich beim ersten Schritt an die frische Luft feststellen, dass der Ruf „windsicherste Insel“ absolut der Wahrheit entspricht. Der Wind wehte beinahe ununterbrochen und das ziemlich stark!

Wir waren im Hotel Argo im Amoopi untergebracht. Einfaches Zimmer mit Doppelbett und Balkon. Die vorhandene Klimaanlage war zu Beginn ziemlich unnötig, da der Wind das Zimmer ziemlich gut durchlüftet hat. Lediglich die letzten 2 Nächten hat der Sturm ausgesetzt und die Mücken sowie die Hitze wurden zur Qual (ich bin offenbar die Leibspeise von Gelsen in jeglichen Ländern dieser Welt) , weshalb die €5.- für die Klimaanlage (und eine geschlossene Balkontüre) gut investiert waren. Die Dusche war etwas merkwürdig, da kein Duschvorhang vorhanden war und bei jedem Mal duschen das ganze Bad unter Wasser stand. Aber auch da hat man einen Weg gefunden wie es am wenigsten untergeht. Das Personal war sehr zuvorkommend und hat einen gleich in ein freundliches Gespräch involviert. Jedoch das Frühstück war leider etwas dürftig. Es gab nur mittelmäßigen Kaffee, Brot und ein paar wenige Beilagen (Pressschinken, Butter, Käse, Honig, Marmelade, Gurken und Tomaten). Abwechselnd gab es dazu gekochte Eier oder griechisches Joghurt.

Grundsätzlich ist Amoopi voll mit Hotels und Tavernen. Es ist irgendwie das Touristen Ballungszentrum gewesen. Kaum woanders waren so viele Hotel beisammen. Die nahe gelegenen Strände waren dafür aber auch wirklich schön und von Sand bis Kies war für jeden etwas dabei.

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Votsalakia

Gott sei Dank haben wir uns das Auto besorgt und so konnten wir ganz ungezwungen die Insel erkunden. Ohne muss es wirklich fürchterlich sein. Unser Tagesablauf bestand aus: aufstehen, frühstücken, ins Auto steigen und losfahren, wenn es uns dort gefallen hat wo wir gelandet sind, sind wir geblieben und wenn nicht wurde die Tour fortgesetzt. Allerdings waren wir bereits nach 3 Tagen mit der Inselerkundung durch, so groß ist sie nämlich wirklich nicht. Allerdings haben wir den nördlichsten Teil der Insel ausgelassen, da dieser nur zu Fuß erreichbar ist und uns 30 Grad dann doch etwas zu heiß zum Wandern waren.

Karpathos liegt östlich von Rhodos und hat unfassbar schöne und teilweise sehr abgelegene Strände die nur über Schotterstraße erreichbar sind. Doch egal wie der Strand von der Zivilisation entfernt ist…es gibt garantiert eine Taverne mit köstlichem Essen. Weil ein Urlaub natürlich Entspannung bedeuten soll führe unsere Strändetour zu Kyra Panagia, dem wohl beliebtesten Strand der Insel. Überall  findet man Gemälde, Bilder und Postkarten der diesen Strand abbildet. Er ist wirklich sehr schön, aber aufgrund der Beliebtheit auch etwas voll. Etwas weiter nördlich liegt dann Apella Beach, dort waren weniger Menschen, zumindest hat es sich etwas besser aufgeteilt, da der Strand im Vergleich zu den Anderen ziemlich lang war. Doch zum ersten Mal war die Taverne nicht wirklich charmant bzw. die Portionen sehr klein. Der nördlichste Strand den wir besuchten war Agios Minas der den wohl mit Abstand aufwendigsten Weg mit sich brachte. Doch sowohl der Strand als auch die nette kleine Taverne sind die Schweißperlen auf der Stirn auf jeden Fall wert! Die Westküste hat uns Strandtechnisch leider nicht ganz so überzeugt. Obwohl diese Seite der Insel mit Lefkos Beach mit einem schönen Sandstrand und Potali Beach (unweit voneinander) mit einem sehr ruhigen Strand (an dem Tag war der Wellengang sehr stark), auch seine Vorzüge hatte. An jedem Strand gibt es die Möglichkeit sich Liegen sowie einen Schirm gegen eine Gebühr auszuleihen. Wir haben uns jedoch immer einen Platz gesucht, bei dem immer etwas Schatten war um auch etwas abgelegener liegen zu können.

Dort wo Kiesstrand zu finden ist, sollte man auf jeden Fall seine Schnorchelausrüstung dabei haben. Die Fische mögen zwar nicht besonders bunt sein, doch die Gesteinsbildungen unter Wasser sind atemberaubend und laden sehr zum Entdecken ein. Einzig Agios Minas hatte keine besondere Unterwasserwelt zu bieten sondern nur flache Steine. Hier gab es auch zum einzigen Mal keine Liegen oder Sonnenschirme.

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Straße nach Agios Minas

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Agios Minas

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Agios Minas

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Apella Beach

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Potali Beach

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Westküste Blick auf Potali Beach

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Apella Beach

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Apella Beach

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Infos über die Hauptstadt Karpathos sowie die vielen kleinen Tavernen erfahrt ihr im nächsten Blogartikel;)

 

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